Energieeinsparung in Schulen
 PUBLIKATIONEN 
  Broschüren, Arbeitsmaterialien, Videoclips  
 PRAKTISCHE BEISPIELE 
  Hessische Schulen mit empfehlenswerten Energieprojekten  
 
  AKTUELL  
 
  WEB-INFO  
 
  STARTSEITE  

Die Verfügbarkeit von Energie ist eine existenzielle Frage der Menschheit und gehört neben der Verfügbarkeit von Wasser und Nahrung zu den Grundfragen einer ständig wachsenden Weltbevölkerung. Eine sichere und preisgünstige Energieversorgung ist eine wesentliche Grundlage für wirtschaftliches Handeln und für eine prosperierende gesellschaftliche Entwicklung und folglich von zentraler volkswirtschaftlicher, gesellschaftlicher und damit politischer Bedeutung.
Die Energiegewinnung und -verteilung sollte zudem möglichst Ressourcen schonend, klima- und naturverträglich erfolgen. Der Treibhauseffekt und die absehbare Endlichkeit fossiler Brennstoffe führen die Gefahren für und durch die Energiegewinnung eindrucksvoll vor Augen. Globalisierung, Liberalisierung, EU-Integration und EU-Osterweiterung ebenso wie technologischer Fortschritt sind weitere wichtige Determinanten bei der Entwicklung der künftigen Energiemärkte.
Die Schule ist gleichzeitig ein großer "Umschlagplatz", das heißt, Ideen und Handlungen, die hier vermittelt werden, werden von den Schülern weitergegeben zu ihren Eltern, zu ihren Altersgenossen und Freunden usw.. Der Lernort "Schule" ist deshalb ein besonders geeigneter Ort, über effiziente und innovative Energienutzung zu informieren und für die Umsetzung in konkretes Handeln zu motivieren.
Die Umweltkonferenz der Regierungschefs der Mitglieder der Vereinten Nationen hat 1992 in Rio de Janeiro das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung als Richtschnur der zukünftigen Entwicklung festgelegt und Einzelheiten in der Agenda 21 festgeschrieben. Das Grundprinzip der nachhaltigen Entwicklung als Ergebnis der Brundtland-Kommission der Vereinten Nationen lautet, dass wir darauf achten müssen, unsere Bedürfnisse so zu befriedigen, dass auch zukünftige Generationen noch in der Lage sein werden, ihren Bedürfnissen nachzukommen.
Die Landesregierung sieht deshalb die Energiepolitik als einen Schlüsselbereich in der Wirtschaftspolitik an. Aufgabe der Energiepolitik ist es, Optionen für die Deckung des künftigen Energiebedarfs zu unterstützen, um eine weiterhin wirtschaftlich tragbare Energieversorgung zu gewährleisten, und die Qualität der Umwelt zu erhalten, wobei der Entwicklung und dem Einsatz möglichst schadstoff- und kohlendioxidfreier Energieträger ein hohes Gewicht zukommt.
1
10 Jahre nach Rio hatdie Weltklimakonferenz in Johannesburg noch einmal bekräftigt, dass der Bildung im gesamten Prozess der nachhaltigen Entwicklung eine besondere Bedeutung zukommt und die UN-Dekade "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" (von 2005 bis 2014) ins Leben gerufen.
Die Hessische Landesregierung hat am 12. Januar 2005 beschlossen, sich aktiv und ressortübergreifend an der UN-Weltdekade zu beteiligen.
Die Landesregierung setzt sich deshalb besonders für Maßnahmen der Energieeffizienz und für die Nutzung erneuerbarer Energien wie der Solarenergie und der Biomasse ein. Dabei kooperiert sie mit Energiewirtschaft, Kommunen und Handwerk.
Trotz der in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Energieeinsparung und der erneuerbaren Energien bereits erzielten Erfolge sind noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. So ist der Energieverbrauch in Schulen nach wie vor vergleichsweise hoch, und ein hohes Einsparpotenzial durch nicht-investive Maßnahmen vorhanden, das bis zu 20 % des Energieverbrauchs betragen kann.
Schulen eignen sich daher gut sowohl zur Demonstration der möglichen Energieeinsparung als auch zur Anwendung moderner Technologien wie vor allem der Solarenergie. Die Schule ist neben dem Elternhaus der wichtigste "Lernort" für die Generationen, die in der Zukunft die Verantwortung für das gesellschaftliche Handeln übernehmen werden.
Eine wichtige Komponente dieses Handelns ist die Verantwortung für die Umwelt. Die Schule kann sich jedoch nicht damit begnügen, ein abstraktes Umweltbewusstsein zu wecken, sondern ist gefordert, den Schülern die praktische Umsetzung in konkreter Anschauung zu demonstrieren, beispielsweise mittels moderner und innovativer Technologien.
Das Hessische Kultusministerium ist dabei, eine landesbezogene Strategie zur Umsetzung und Gestaltung der UN-Dekade in Hessen zu entwickeln. Dabei werden auch Akteure und Institutionen der formalen Bildung sowie der nicht-formalen Bildung und Erziehung einbezogen werden.
Die Modellprojekte der Hessischen Landesregierung auf dem Gebiet "Energieeinsparung in Schulen", verbinden Energie- und Bildungspolitik in der Praxis. Durch ein Bündel von Maßnahmen sollen die Beteiligten in der Schule informiert, qualifiziert und motiviert werden, einen eigenen Beitrag zur Verminderung des Energieverbrauchs in ihrer Schule zu leisten.
Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung sowie das Hessische Kultusministerium kooperieren dabei eng mit dem Amt für Lehrerbildung, den kommunalen Energiebeauftragten, der Energieagentur hessenENERGIE und weiteren Partnern aus Kommunen und Unternehmen.
Mittels des Internets sollen den Kindern, Jugendlichen und Lehrern attraktive Vorschläge zu eigenen Aktivitäten und Unterrichtskonzepten zum Thema "Bewusster Umgang mit Energie" anschaulich vermittelt werden
Dazu finden Sie im Bildungs- und Schulserver des Landes Hessen Publikationen zum Thema, Unterrichtsvorschläge für verschiedene Schulformen sowie praktischeProjektbeispiele hessischer Schulen. Auch für die Schulträger gibt es Anregungen, wie über neue Organisations- und Finanzierungsformen Anreize zur Energieeffizienz in Schulen gegeben werden können. Gerne greifen wir auch weitere Beispiele von Schulen auf.
Wir wünschen viel Erfolg und Freude bei der Nutzung unseres Angebots!
Stand 10.02.2012